Nova Scotia und New Brunswick

Unsere Reise beginnt nicht am offiziellen Anfang der Panamericana, sondern am anderen Ende von Nordamerika. Da wir unser Auto nach Halifax, Nova Scotia, verschifft haben, durchqueren wir erst Kanada, bevor wir in Alaska auf den Panamerican Highway treffen.

Nova Scotia ist nach Neufundland die östlichste Provinz Kanadas und stark vom Atlantik geprägt. Auf dem Kennzeichen der Provinz ist sie auch als „Oceans Playground“ beschrieben. Gleich an unserem ersten Abend haben wir zwei Surfer kennengelernt, die trotz 4 Grad Wassertemperatur über zwei Stunden in den Wellen waren. Der Flori hätte schon auch Lust gehabt, aber bei solchen Temperaturen war es dann doch angenehmer, den beiden mit einem Bierchen vom Strand aus zuzusehen. 

Die bekannteste Region Nova Scotias ist Cape Breton. Cape Breton ist eine Halbinsel, die sich durch steile Felsenküsten, dichte Wäldern, menschenleere Stränden und Elche auszeichnet. Der Westteil der Insel wird vom berühmten Cabot Trail umrundet, der tolle Ausblicke verspricht. Der Winter war hier wohl recht zäh, sodass unsere erste Outdoordusche bei 5 Grad auch Anfang Mai noch recht frisch ausgefallen ist.

Da sich im Frühjahr der Nebel hier recht hartnäckig hält, müssen wir wohl in unserer Rente nochmal etwas später im Jahr hier her. Aber die wichtigste Sache auf unserer Nova Scotia-Bucketlist können wir schon jetzt streichen: Wir haben unseren ersten Elch gesehen!

Bevor wir die größten Städte von Québec und Ontario besichtigen, durchqueren wir New Brunswick. Die Provinz ähnelt Nova Scotia sehr; die Landschaft ist geprägt von brachen Feldern, Mischwäldern und nur wenig Besiedlung. Das wohl Interessanteste an New Brunswick ist die Bay of Fundy. Das ist eine Meeresbucht zwischen Nova Scotias Halbinsel auf der Halifax liegt und New Brunswick. Hier kann man den größten Tidenhub der Welt beobachten. An manchen Orten liegt der Unterschied des Wasserpegels zwischen Ebbe und Flut bei 17 Meter, sodass sich ganze Landschaften verändern. Wir haben uns einen Stellplatz direkt am Wasser gesucht und alleine während unseres abendlichen Strandbiers ist das Wasser innerhalb von einer Stunde ca. 2 Meter nach unten gegangen. In Saint John hat der Effekt eine solche Auswirkung, dass der große Saint Johns River, der auch Rhein Kanadas genannt wird, zweimal am Tag durch den nah gelegenen Atlantik seine Richtung ändert. 

Als letzte Station in New Brunswick bleiben wir in Grand Falls für unsere Mittagspause bei großer Kulisse stehen. Hier sind Wasserfälle, die 9/10 des Wasservolumens der Niagara Fälle transportieren. In Höchstzeiten fließen 6 Millionen Liter Wasser pro Sekunde den Wasserfall hinunter. 

2 Antworten auf “Nova Scotia und New Brunswick”

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